Diese Seite als PDF

widget

Segelflug mit SVFR

13.10.2014 20:39 Alter: 4 yrs
Kategorie: Flugberichte

Von: Ivan

Ein Blick auf den sonntäglichen Mitteland-Himmel liess wenig segelfliegerische Stimmung aufkommen - was wohl die meisten davon abhiehlt, überhaupt ins Belpmoos zu fahren. Immerhin: zwei Piloten und ein Schlepppilot waren dann doch anwesend.

Der Schreibende, wohnhaft im sonnenverwöhnten Thun, hatte sich einen Herbstflug in den Kopf gesetzt. Zudem versprach die Wetterprognose in den Bergen starken Südwestwind, welcher dann in Föhn übergehen soll. Und wo Wind ist, hat es eine gewisse Dynamik in der Atmosphäre. Die Frage ist nur, wo. 

Ein Blick ins OLC der vergangenen Tage lässt erkennen, dass der Welleneinstieg im Bereich der Lenk immer wieder erfolgreich fabriziert wird. So erfolgreich, dass die Thuner Kollegen schon "Föhneinführungen" durchführen. Aber so weit sind wir noch nicht.

Wie dem auch sei: In Bern galt es erstmal, gegen den Nebel anzukämpfen - es herrschten SVFR Bedingungen. Bei Skyguide war man sehr hilfreich und mit den entsprechenden Verfahren konnten wir starten.

Kurz: Bis in die Hauptwelle reichte es nicht. Aber immerhin gelang ein Flug von über zwei Stunden, hauptsächlich in einer kleinen Welle im Bereich Sangernboden. Letztes Jahr waren wir bei ähnlichen Bedingungen hier auch schon erfolgreich - den Ort muss man sich merken. Der nächste Föhn kommt bestimmt.

Das gänzlich unter einer Nebeldecke eingepackte Mittelland bot für einmal sehr ungewohnte Ausblicke. Der Einflug unter dem Nebel zurück nach Belp gelang problemlos, auch wieder mit tadelloser Unterstützung des Turms.

Auf speziellen Kundenwunsch hin noch einige Bilder.

 

Wilfried zieht Richtung Gurnigel

Deutlich zu erkennen das freigeräumte Aare- und Gürbeltal. Ich nehme an, der Föhn griff hier bis in die unteren Luftschichten ein.

Richtung Berner Oberland war es immer offen, Thun wäre im Notfall problemlos landbar gewesen. Das offene "Föhnfenster" ist kaum zu erkennen, an der besonnten Niesenkette jedoch ist gut zu sehen, dass es offen ist.

Der Ausblick war tatsächlich rundherum atemberaubend.

..und eine schon fast mystische Stimmung kurz vor dem Rückflug nach Belp.